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Grundstückskauf / Hausbau und Vermessung /Grenzkataster - zeitgerecht

Sie kaufen ein Grundstück? Kennen Sie die genaue Größe und wissen Sie den exakten Verlauf ihrer Grundgrenzen?  Was sagen Ihnen die Begriffe Grundbuch, Kataster, Vermessung, Grenzkataster und wieso sind diese für Sie relevant?

Vorweg – was steht im Grundbuch?

Das Grundbuch ist ein öffentliches, für jedermann zugängiges, Register der Republik Österreich, geführt von den Bezirksgerichten. Darin sind alle Grundstücke verzeichnet und die an ihnen bestehenden dinglichen Rechte, insbesondere das Grundstückseigentum, Wohnungseigentum, Pfandrecht, Baurecht, Dienstbarkeiten.

Der Kataster ist die Grundlage für das Grundbuch und wird von den Vermessungsämtern geführt. Diese öffentlich zugängliche Einrichtung bildet die Basis für das Grundbuch.

Heutzutage werden die Daten des Katasters und des Grundbuches über die Grundstücksdatenbank miteinander verknüpft.

Zurück zum Kataster und seine Bedeutung beim Kauf einer Liegenschaft: Der Kataster gibt Auskunft über die die Lage, Größe, die Flächen und Benutzungsarten. Aber verbindlich sind die Grenzen und damit die Größe des Grundstücks nur, wenn diese im Grenzkataster angelegt sind.

Beachten Sie bitte, dass nur etwa 12% aller österreichischen Grundstücke, die in den Kataster einverleibt sind, ist der Grenzverlauf rechtsverbindlich festgelegt ist.

Wie erkennen Sie nun diese, für Sie wichtige Kennzeichnung?

  • Ersichtlich sind im Grundbuchauszug im A1_Blatt folgende Kennzeichnungen:  GST-NR (die Grundstücksnummern); ein „G“  (die Eintragungen des Grundsteuer- oder Grenzkatasters) und BA (Nutzung) (die Benutzungsart zb „Bauland“)
  • Nur dann, wenn sich in der unteren Zeile neben der Grundstücksnummer auch ein G befindet, bedeutet das, dass dieses Grundstück im Grenzkataster eingetragen ist.
  • Außerdem sind Grenzkataster-Grundstücke in der Katastralmappe durch eine dreifach unterstrichene Grundstücksnummer zu erkennen.

Genaue Kennzeichnung ist aus den untenstehenden Bildern ersichtlich

Wie kommen Sie nun zu diesem Grenzkataster Feststellung?

Dazu ist es notwendig, dass Sie einen entsprechend befugten, idR  Ingenieurkonsulenten für Vermessung & Geoinformation mit der Abhaltung einer „Grenzverhandlung“ beauftragen. Hier werden unter Anleitung des Verhandlungsführers/Zivilingenieur alle Anrainer zum Verlauf der Grenze zu einem Ortsaugenschein eingeladen und befragt, eventuell auch unter Zuhilfenahme alter Aufzeichnungen und Dokumente, mit dem Ziel einvernehmlich die Grenzen festzulegen. Diese werden dann vom Ziviltechniker vermessen und den Vermessungsämtern vorgelegt und nach Prüfung werden diese Koordinaten und damit der immer wieder herstellbar Grenzverlauf in einer öffentlichen Urkunde festgehalten.

Nur die Eintragung im Grenzkataster schützt Sie vor dem oft gehörten „Ersitzen eines Grundstückes“:

Ihr Nachbar hat irgendwann einen Zaun errichtet, nun ist dieser jedenfalls nach seiner Meinung die Grundstücksgrenze, weil das „war schon immer so“, 30 Jahre lang. Das „Ersitzen“ wäre in diesem Fall grundsätzlich möglich. Wurde die Grundstücksgrenze jedoch im Grenzkataster festgehalten ist dies ausgeschlossen.

Nähere Informationen zu den voraussichtlichen Kosten finden Sie unter Kosten (bev.gv.at).

Wenn Sie nun ein Grundstück erwerben und darauf bauen wollen, brauchen Sie einen Lage- und Höhenplan als Grundlage für die Planung. Angebracht ist es, dies „Vermessung“  in einem Zug mit der „Grenzverhandlung“ durchzuführen. Auch deshalb, weil nun schon viele Gemeinden zum Zeitpunkt der Einreichung die Eintragung in den Grenzkataster verlangen aber auch um Sie davor zu beschützen, am Ende Ihres Bauvorhabens über den Verlauf des Zaunes mit Ihrem Nachbarn streiten zu müssen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die entsprechende Vermessung und Abhaltung einer Grenzverhandlung ein sehr sinnvolles Unterfangen ist, dass Ihnen und Ihren Erben eine hohe Rechtssicherheit bietet.

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