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Hausbau und Sickerschächte für Regenwässer

Sie haben in den letzten Wochen sicher schon viel von den Begriffen Flächenversiegelungen oder Bodenversiegelungen gehört, nach Wikipedia bezeichnet es „das Bedecken des natürlichen Bodens durch Bauwerke durch den Menschen“.

Durch dieses Bedecken wird der natürliche Wasserhaushalt im Untergrund negativ beeinflusst, wie sie sich sicher leicht vorstellen können. Deshalb gehen viele Gemeinden dazu über, dass sie möglichst die Versickerung von Regenwasser auf dem eigenen Grundstück vorschreiben.

Dies ist natürlich ein grundsätzlich guter Ansatz, der den Hausbauer aber vor weitere Herausforderung stellt. Wie immer hat so ein Ansatz Vor- und Nachteile, der Vorteil ist, dass sie sich Abwasserbeseitigungsgebühren ersparen, dafür aber Geld für den Bau der Versickerungsanlage in die Hand nehmen müssen.

Versickerung und Bodengutachten

Wie immer ist es auch hier sehr gut, wenn die Überlegungen zu Versickerung schon sehr zeitig beginnen, deshalb empfiehlt es sich schon bei der Erstellung des Bodengutachtes auch einen Versickerungsversuch vor Ort von einem entsprechenden Fachunternehmen durchführen zu lassen, um  die tatsächlichen Bedingungen an Ort und Stelle genau kennenzulernen und nicht auf Literatur-Annahmen angewiesen zu sein. Diese Detailkenntnisse ersparen Ihnen unangenehme Überraschungen zu einem späteren Zeitpunkt und auch eine zu große Dimensionierung der Versickerungsanlage. Mit den nun vorliegenden Informationen über die Flächen z.B. Dachflächen, Terrassenflächen oder Zufahrten für Garagen, die den Boden versiegeln würden und der Regenniederschlagsmenge an Ihrer Adresse sowie der festgestellten Durchlässigkeit des Bodens kann nun eine genaue Dimensionierung von Sickerschächten nach der ÖNORM B2506 erfolgen.

Technisch gibt es hier die Möglichkeiten Sickerschächte, Sickermulden oder auch unterirdische Sickerkörper anzulegen. Die Beste Lösung erklärt und berechnet Ihnen Ihr Fachunternehmen – gerne auch Construction Doctor

Mit der Art und Größe der Versickerungsanlage kann nun auch die genaue Situierung überlegt werden, wobei hier zu beachten ist, dass es Mindestabstände von privaten Trinkwasserbrunnen gibt, aber auch die örtlichen Gegebenheiten bei den Nachbargebäuden durchaus zu berücksichtigen sind, um hier unangenehme Überraschungen hinten anhalten zu können.

Weiters ist in Betracht zu ziehen, dass die Leitungen von den Regenabfallrohren zum Sickerschacht frostsicher verlegt sein müssen, was wiederum Einfluss auf die Sickerschachthöhe und die Bauliche Ausbildung der Anlagen hat. Augenmerk ist auch darauf zu richten, dass das zugeleitete Regenwasser möglichst frei von groben Verunreinigungen in den Schacht gelangen – warum, weil dadurch Ablagerungen entstehen, welche die Versickerungsfähigkeit des Bodes negativ beeinflusst wird.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Versickerung auf Eigengrund durchaus ein sehr sinnvolles unterfangen ist, dass aber auch wie viele andere Detailfragen im Baubereich gut und zeitgerecht geplant gehört. Die vielen Gemeinden verlangen jetzt schon im Zuge der Einreichung einen Nachweis der Berechnung der Versickerung, mit einer entsprechenden Darstellung, da es schon immer wieder durch nicht fachgerecht ausgeführte Versickerungsanlagen zu Problemen gekommen ist.

Versickerung und Gartenbewässerung

 Einen Schritt weiter gehen Sie, wenn Sie die Versickerungsanlage auch noch als Zisterne verwenden wollen, hierbei ist zu unterscheiden ob für die Gartenbewässerung oder auch als Nutzwasser, Beispiel für Ihre WC Anlage oder Waschmaschine.

Natürlich wird dieser Bereich auch wieder aufwendiger, da es um eine entsprechend geeignete Zwischenlagerung und zusätzliche Filtrierung des Regenwassers hierfür notwendig ist.

Im Sinne des Wasserkreislaufgedankens aber sicherlich ein guter Ansatz.

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